Leshna

Leshna, die Substanz aus der das Rizentawasser gewonnen wird besitzt einige merkwürdige Eigenschaften. Es kommt in unterschiedlichen Erscheinungsformen vor. Am bekanntesten und wohl attraktivsten ist seine Form als Leshnawolke. Riesige rosafarbene Wolken, in ihrer Konsistenz sehr zäh und damit ein Alptraum für Luftschiffkapitäne. Reine Leshnawolken sind selten. Meistens treten Mischungen von normalen, weißen Wolken auf, die von rosafarbenen Schlieren oder Partien durchzogen sind. Die Leshnawolken werden nur bei Gewittern aufgelöst. Besondere Blitze tauche zwischen Wolken auf, in welche Leshna eingewoben ist. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Blitzen, werde Leshnablitze vom Erdboden in den Himmel gesandt.
Zuerst bildet sich dabei ein deutlich sichtbarer Blitzkanal. Entlang dieses Blitzkanals fällt augenblicklich Leshna in Form von gelblichen Flocken aus und bildet eine löchrige Röhre. Millisekunden später schießt ein Schock vom Erdboden in den Himmel und zersprengt die gelbe Röhre in Millionen von Flocken, die dann fast wie Schnee auf den Boden fallen. Manche Völker bezeichnen diese Flocken als Honigschnee. Die Flocken haben nur eine kurze Lebenszeit. Der Regen während eines Gewitters läst die Flocken augenblicklich auf, wodurch sich die Flocken in das so genannte Leshnaöl wandeln. Es wird zwar vom Regen weg gewaschen, ist jedoch schwerer als Wasser und treibt in goldenen Schlieren und Perlen am Boden der Wasserrinsale mit. Liegt das Leshna offen, weil es zum Beispiel nicht vom Wasser fort getragen wurde, verdampft es beim ersten Sonnenstrahl und gibt somit augenblicklich seine Existenz auf. Das Leshnaöl sammelt sich also in Flüssen und Seen, wo es weiter kaum auffällt, weil es nur am Grunde entlang getrieben wird. Nur wenn es ins Meer gelangt, so sagen viele Seemannsgeschichten, kann man es in manchen Nächten sehen, wenn große Ansammlungen von Leshnaöl die Oberfläche des Meeres zum leuchten bringen.

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